Erzeugerorganisation

Stangensellerie

Der Stangensellerie ist ein aufstrebender Stern in der österreichischen Küche und verdient eigentlich mehr Beachtung als er bislang bekommt. Obwohl man das resche Frischgemüse eher als Rohkost in der Bloody Mary kennt, ist er der optimale, dezente, natürliche Geschmacksverstärker für Suppen, Sugos oder Eintöpfe jeder Art. Er ist noch flexibler einsetzbar als Knollensellerie und schmeckt auch dezenter und milder.

Wenn Sie Stangensellerie kaufen, achten Sie darauf, dass die einzelnen Stangen beim Biegen nicht nachgeben und schön frisch aussehen. Nur dann ist er richtig frisch!

Zurück zur Übersicht
Stangensellerie: Nährwerte (pro 100 g)
Energie
17 kcal / 70 kJ
Wasser
92,6 g
Eiweiß
1,1 g
Fett
0,2 g
Kohlenhydrate
2,4 g
Ballaststoffe
2,3 g
Vitamin A
483 mcg
Beta-Karotin
2,9 mg
Vitamin B1
47 mcg
Vitamin B2
69 mcg
Vitamin B6
86 mcg
Niacin
521 mcg
Pantothensäure
380 mcg
Folsäure
7 mcg
Biotin
0,1 mcg
Vitamin C
7,4 mg
Vitamin E
0,2 mg
Natrium
123 mg
Kalium
327 mg
Calcium
74 m
Magnesium
12 mg
Phosphor
44 mg
Eisen
486 mcg
Zink
110 mcg
Kupfer
118 mcg
Mangan
100 mcg
Fluor
70 mcg
Iod
0,1 mcg
schließen
Weitere Informationen

Stangensellerie, auch Bleich-, Stiel- oder Staudensellerie genannt, gehört wie der Knollensellerie zur botanischen Familie der Doldenblütler. Stangensellerie ist etwas milder als der Knollensellerie, hat aber einen unverkennbaren sellerieartigen Geschmack.

Herkunft:
Der Stangensellerie kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
Die heutigen Sorten sind auf italienische Züchtungen aus dem 17. Jahrhundert zurückzuführen und zählten bereits ein Jahrhundert später zu den eine beliebtesten Küchenpflanzen Mitteleuropas. Seine schnelle Verbreitung verdankt der Stangensellerie vermutlich auch seiner möglichen potenzsteigernden Wirkung.

Pflanzenwachstum:
Stangensellerie wird als einjährige Pflanze angebaut und bildet, im Gegensatz zum Knollensellerie, nur eine kleine Wurzelknolle, jedoch lange, fleischige, hellgrün gefärbte Blattstiele. An den Enden der dickfleischigen Stiele sitzen einfach gefiederte Blätter, die einen intensiven Duft abgeben. Der Geschmack des Stangenselleries erinnert an Knollensellerie, wobei er noch etwas milder und feiner schmeckt.

Farbe und Form:
Je nach Sorte können die Stangen dunkelgrün, hellgrün, weißlich oder gelb gefärbt sein. In den Handel kommen ausschließlich die  Blattstiele, die pro Pflanze teilweise bis zu einem Kilogramm wiegen können. Die blasse Färbung kommt, ähnlich wie beim Spargel, durch Aufhäufen von Erde beziehungsweise das Abdecken der Pflanze zustande, womit die grünliche Chlorophyllbildung durch den Lichtmangel beeinträchtigt wird. Es gibt jedoch bereits helle Züchtungen (selbstbleichende Sorten).

Saison:
Stangensellerie kommt von Juni bis November aus heimischem Anbau auf den Markt. Der Stangensellerie von Seewinkler Sonnengemüse-Bauern wird ebenso von Anfang Juni bis Ende November frisch geliefert.

Qualität und Reife:
Beim Kauf sollte auf frische, hellgrüne Blätter geachtet werden. Sind die Blätter welk, so sind auch die Stangen meistens zäh. Die Stangen dürfen keine braunen Stellen aufweisen und sollten sich nicht biegen lassen, sondern vorher abbrechen. Die Schnittstelle sollte hell und saftig sein.

Lagerung:
Stangensellerie ist relativ lange haltbar. In einem Plastikbeutel (luftdicht abgeschlossen) kann er für rund zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Getrennt von Äpfeln, Birnen und Avocados lagern, da er ansonsten schneller verdirbt.

Verwendung und Zubereitung:
Stangensellerie lässt sich sehr vielseitig zubereiten. Er schmeckt hervorragend als Rohkost beispielsweise mit einem Kräuterdip, ist aber auch gekocht in Eintöpfen oder Wokgerichten eine Delikatesse. Eintopfgerichte erhalten durch Stangensellerie eine besonders würzige und aromatische Note. Die zarten Blätter können mitgekocht oder fein gehackt über das fertige Gericht gestreut werden. Sie haben jedoch ein sehr intensives Aroma – also vorsichtig dosieren.

Stangensellerie eignet sich auch für die Tiefkühltruhe. Gegart oder kurz blanchiert hält er sich tiefgekühlt bis zu 10 Monaten.

Die hohlen Stangen werden auch gerne als Fingerfood zubereitet. Dafür die Stangen auseinander drücken und mit einer pikanten Käse-, Frischkäse- oder Fleischfüllung belegen. Kurz überbacken und servieren. Gewürze wie Basilikum und Thymian harmonieren mit Sellerie besonders gut, ohne seinen charakteristischen Eigengeschmack zu überdecken.

schließen
Berger Rosa